WEDELFELDER WASSERSCHÖPFMÜHLEDurch den Ellenser Damm wurde im Jahre 1615 das Gebiet des „Schwarzen Bracks“ eingedeicht. Beim Bau des Dammes standen Verkehrs– nicht Landgewinnungsgründe im Vordergrund. Daher waren große Teile des Areals noch nicht deichreif.

Das Neuland lag besonders tief und musste durch eine aufwendige Wasserwirtschaft in Wert gesetzt werden. Schöpfmühlen halfen, das Wasser aus den Niederungen zu befördern und über Tiefs ins Meer abzuleiten. 1844 gab der Graf von Wedel zu Gödens die Genehmigung zum Bau der Mühle, die noch im selben Jahr in Betrieb genommen wurde. Die Mühle ist heute die letzte von ursprünglich acht belegbaren Wasserschöpfmühlen, die das „Schwarze Brack“ entwässert haben. Nach der Fertigstellung des Schöpfwerkes in Petershörn 1962 wurde die Wassermühle stillgelegt. 1980 pachtete der Heimatverein Gödens-Sande die Mühle und sanierte sie. 1981 nahm die Mühle erstmals wieder zu Demonstrationszwecken den Betrieb auf.
Seit 2013 wird sie vom Förderverein Neustadtgödenser Mühlen betreut. Der Erdholländer mit Steert ist die einzige noch erhaltene Wasserschöpfmühle im Landkreis Friesland. Die Kappe mit den Segelflügeln, mit einer Fläche von 48 m², treiben über Achsrad, Bunkler, König mit Spillrad und Schraubenrädern zwei archimedische Schrauben an. Die Schrauben befinden sich in einem eng angepassten Trog und drehen sich um die eigene Achse. Das Wasser wird durch Rotation entgegen der Schwerkraft vorwärts geschoben. Die Förderleistung je Schraube beträgt ca. 20 m³/min, die Förderhöhe 0,7 m. Die von der der Mühle abgedeckte Entwässerungsfläche umfasst 400 ha..

Kontakt und Anfahrt
Timpweg, 26452 Neustadtgödens
Öffnungszeiten: samstags 14:00 – 17:00 Uhr
und nach Vereinbarung
Förderverein Neustadtgödenser Mühlen
Hauptstraße 79
26452 Sande

1. Vorsitzende Ulrike Schlieper
Tel.: 04422 / 9992460
Ulrike.schlieper@t-online.de

Freiwillige Müller

Karl-Edzard Heeren
Tel.: 04422 / 7334098
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Dierk Heeren
Tel: 01577 / 2081273
Dierk.heeren@web.de